Verhinderung statt Veränderung!?

October 11, 2015

„Für einen Tesla habe ich keinen Platz in meiner Garage“, sagte Ferdinand Piech vor einem Jahr, als bekannt wurde, dass Tesla seine Patente der Welt zur Verfügung stellte.

Tesla wollte mit diesem Schritt die Verbreitung des Elektroautos beschleunigen.
Piech wollte klarstellen, dass man bei Volkswagen kein Interesse an Patenten von Tesla habe.

Musk’s Aktion und Piech’s Aussage machen deutlich, wie unterschiedlich beide mit Veränderungen umgehen: „Tesla steht für eine Mission: Die Beschleunigung des Übergangs zu einer nachhaltigen Mobilität“, schreibt das Unternehmen auf seiner Website. Bei Volkswagen hingegen traf man schon 2007 eine Entscheidung gegen (diese) Veränderung. Statt der Beschleunigung entschied man sich mit Manipulation den Status Quo „Verbrennungsmotor“ aufrechtzuerhalten. Die vermeintliche Mission von Volkswagen: Verhinderung statt Veränderung.

Eine (erneut*) unverantwortliche Weichenstellung, die verhinderte Veränderungen als Chancen zu erkennen. Nun muss der neue Volkswagen-Vorstand seiner Belegschaft erklären, dass die Zukunft ungewiss ist. Das Problem: Die Zukunft ist immer ungewiss. Doch wir können sie gestalten.

Wo stünde Volkswagen heute, hätte man vor 8 Jahren nicht versucht, sich der Veränderung zu widersetzen, sondern stattdessen die jetzt drohenden Schäden von bis zu 20 Mrd. Euro in Chancen investiert?

Der VW-Abgasskandal zeigt (erneut*): Wer  versucht Veränderung zu verhindern, staut den Veränderungsdruck nur auf und die Veränderungswelle bricht umso stärker über uns herein. Die, die vorbereitet sind und in den Veränderungen Chancen erkannt haben, werden auf der Welle surfen, die anderen könnten untergehen. Manche schneller, andere, wie Volkswagen (oder RWE*), langsamer.

Statt Angst vor Veränderung zu haben und diese reflexartig verhindern zu wollen, ist es verantwortungsvoller sich der Wahrheit zu stellen. Wie viele Jobs und unnötige Schäden müssen noch verursacht werden, bis Manager und Politiker - aber auch jeder einzelne von uns – erkennen, dass Veränderungen Chancen bieten und die Zukunft mitzugestalten allemal besser ist?

Wir brauchen keine brennenden Autos. Da hatte Herr Piech schon Recht. Aber vielleicht wäre es intelligenter gewesen, sich mit den Autos zu beschäftigen, statt mit manipulierter Software den Untergang des Verbrennungsmotors zu verlängern. Hoffen wir, dass Volkswagen in Zukunft mutiger mit Veränderungen umgehen wird, und in dem Übergang zu nachhaltiger Mobilität seine Chancen erkennt.

*Die Energieversorger glaubten bis vor einigen Jahren auch noch durch intelligente Lobby die Politik dazu bringen zu können, den Wunsch der Gesellschaft zu ignorieren. Dann kam Fukushima.

Vor wenigen Wochen schrieb Markus Balser in der Süddeutschen Zeitung über RWE: Deutschlands einst mächtige Energieriesen taumeln in diesen Monaten durch die Energiewende. Schon seit dem beschleunigten Atomausstieg kämpfen die Versorger gegen den Bedeutungsverlust. ,…, Noch vor gerade einmal fünf Jahren galt RWE als Musterbeispiel für den deutschen Weg, Strom in Geld zu verwandeln - vor allem dank der Gewinne aus der Braunkohle und den Atomkraftwerken. Jahrzehnte folgte das Energiegeschäft simplen Gesetzen: Große Kraftwerke warfen große Gewinne ab. Konkurrenz mussten die Versorger nicht fürchten“

Werden wir in gerade einmal fünf Jahren RWE durch Volkswagen und Energiebranche durch Automobilbranche ersetzen können?

Zu meiner Person: Eine Welt in Balance ist meine Vision. Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME versuche ich mit Vorträgen und in verschiedenen Organisationen wie DESERTEC oder der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME den Wandel zu befördern. Menschen über Vorträge zu inspirieren die Zukunft mitzugestalten, ist meine Leidenschaft geworden. Ich freue mich über eine Einladung von Ihnen.Mein Dank gilt vielen Menschen, die mir in der Vergangenheit viel Vertrauen geschenkt und Chancen aufgezeigt haben. Schlüsselfiguren sind insbesondere Frithjof Finkbeiner, Uwe Möller, Max Schön und Franz-Josef Radermacher.

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