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Club of Rome plädiert für 1-Kind Politik?!

September 13, 2016

 

 

CLUB OF ROME fordert Belohnung für kinderlose Frauen  
CLUB OF ROME spricht sich gegen Kinder aus
CLUB OF ROME plädiert für Ein-Kind Politik    


... sind ein paar Schlagzeilen über die Vorstellung des neuen Berichts an den CLUB OF ROME „Ein Prozent ist genug“. Das Buch hat eigentlich die Botschaft, dass Wachstum weder die Ungleichheit abschaffe, noch Arbeitslosigkeit senke. Im Gegenteil. Das Wachstum, wie es heute definiert wird, vergrößert diese Probleme - und die Klimakrise. Ein wesentlicher kleinerer Teil des Buches handelt von 13 - zugegebenen radikalen - Vorschlägen, die dazu führen sollen, mit weniger Wachstum die drängensten Probleme der Industriestaaten zu lösen. Und tatsächlich: Auf einer der Folie zu den Vorschlägen,  stand: Frauen belohnen, die max. 1 Kind haben wollen.


Ich hatte mein Vorab-Exemplar des Berichts noch nicht durch bis zum heutigen Termin, doch diese Forderung motivierte mich dazu, einige Seiten zu überspringen und mir den Vorschlag von Jorgen und Graeme besser erklären zu lassen:


Wie im gesamten Buch gelingt es den beiden auch in diesem Teil sehr gut, darzustellen, warum, sie etwas sagen oder wie sie zu welchen Schlüssen kommen. Davon ausegehend, dass wenn wir unseren ökologischen Fußabdruck verringern wollen, wir entweder den Fußabdruck pro Kopf verkleinern können oder eben die Bevölkerung, weisen sie darauf hin, dass (zu) viele Menschen einen geringeren ökologischen Fußabdruck mit geringerem Lebensstandard in Verbindung bringen und dies ein schwieriges Thema sei. Die Reduzierung der Bevölkerung bringen sie damit als die "leichtere" Variante ins Spiel. Und sie zeige Wirkung: Selbst wenn die Ein-Kind-Politik in China viele Nachteile mit sich gebracht habe, so habe sie China vor einem noch größeren ökologischen Fußabdruck durch weitere 400 Millionen Chinesen bewahrt.


Und dann kommt der interessanteste Teil: Jorgen und Graeme betonen, dass Sie nicht gegen Elternzeit, kostenfreie Kita-Plätze und andere Maßnahmen sind, die ja eigentlich Anreize wären, mehr Kinder zu bekommen. Sie sind vielmehr dafür ebenfalls Anreize zu schaffen, weniger Kinder zu haben. Die einfachste Art wäre, Familien, die nur ein Kind haben, als Vorbilder darzustellen. Sie seien diejenigen, die dazu beitragen würden, dass die Menschheit verantwortungsvoller mit der Erde umginge. Konkret machen Jorgen und Graeme den Vorschlag dafür einen Bonus von 80.000 Dollar auszuzahlen. Und jetzt kommts: an die Frau. Und zwar ausschließlich an die Frau. Denn sie sei – als einzige, die ein Kind austragen könne - einem Druck ausgesetzt, den die Männer nie erfahren würden und Frauen seien es, die es zu stärken gelte. So könne die zentrale Bedeutung der Frau bei der höchst wichtigen Entscheidung der Familiengröße verdeutlicht werden.   


Gegen Ende des Teils bringen die beiden auf Punkt, worum es ihnen wirklich geht: Ziel sei es, zu einem neuen Denken anzuregen. Wir müssten akzeptieren, dass das Problem des zu großen ökologischen Fußabdrucks gelöst werden würde; entweder durch die Natur oder durch unsere eigene Entscheidung. Und die Möglichkeit der eigenen Entscheidung sei allemal besser als eines Tages eine abrupte Korrektur (durch die Natur) aufgezwungen zu bekommen. Der Vorschlag sei ein möglicher Weg zu einer Bewusstseinsveränderung.
Bewusstseinsveränderung. Das ist eines der Ziele des CLUB OF ROME.

 

Bewusstsein schaffen für globales, langfristiges und systemisches Denken. Diskussionen anstoßen und Impulse geben. Ob man den Vorschlag - der ja nur einer von 13 ist - nun gut und nachvollziehbar findet oder nicht, die Neue Osnabrücker Zeitung bezeichnet die Strategie der provokanten Thesen als clever, um eine Diskussion anzuregen. Vielleicht müssen wir auch oder mehr darüber diskutieren, was uns lieber ist: Die Senkung des ökologischen Fußabruck pro Kopf, mit möglicherweise (von vielen befürchteten) Einschränkungen im individuellen Lebensstil oder eben die Senkung der Zahl der Köpfe. Man kann es auch anders formulieren: Sind uns Kinder wichtiger oder unser eigenes Leben auf großem (ökologischen) Fuß?


Ich fände es schade, wenn das großartige Buch auf diese eine Forderung reduziert werden würde. Obwohl ich es (noch) nicht vollständig gelesen habe, so gelingt es den beiden Autoren in dem Bericht an den CLUB OF ROME „Ein Prozent ist genug“, sehr gut Zusammenhänge im Wirtschaftssystem zu erläutern und gut nachvollziehbar aufzuzeigen, was Graeme in der Konferenz sagte:


„Das aktuelle System und Beharren auf Wachstum hat die Probleme in den letzten 30 Jahren nicht gelöst: Trotz Wachstum haben sich Ungleicheit und Arbeitslosigkeit in den Industriestaaten erhöht. Das "Wachstums-Mantra" trägt im Gegenteil noch dazu bei und verschlimmert massiv die Klimakrise. Es gibt keine Wahl, wir müssen aufhören zu glauben, bloßes Wachstum würde unsere Probleme lösen. Wir müssen das System ändern“.


Über das „Wie“ darf und soll sicher diskutiert werden. 

 

 

 

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Zu meiner Person: Eine Welt in Balance ist meine Vision. Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME versuche ich als Keynote Speaker und Vortragsredner für Nachhaltigkeit den Wandel zu befördern. Menschen über Vorträge über Nachhaltigkeit zu inspirieren die Zukunft mitzugestalten ist meine Leidenschaft geworden. Ich freue mich über eine Einladung von Ihnen.
Mein Dank gilt vielen Menschen, die mir in der Vergangenheit viel Vertrauen geschenkt und Chancen aufgezeigt haben. Schlüsselfiguren waren insbesondere Frithjof Finkbeiner, Uwe Möller, Max Schön und Franz-Josef Radermacher.

 

 

 

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